Das Kirchenjahr hat seine eigenen religiösen Feiern.
Die christlichen Feste sind meist Feiertage.
Hier gibt es Erklärungen zum Hintergrund und Anregungen, die Feste zu begehen.

Das Kirchenjahr beginnt mit dem Advent!

Das steckt hinter dem Advent:

„Advent“ ist lateinisch und heißt übersetzt „Ankunft“. Die Adventszeit umfasst die Wochen vor dem Weihnachtsfest und beginnt mit dem 4. Sonntag vor Heilig Abend. Die  Adventszeit dient der inneren und äußeren Vorbereitung auf die Geburt Jesu. Gott kommt in die Welt. Wie eine göttliche Welt aussieht? Darauf können wir uns in der Adventszeit besinnen.

Mit dem 1. Advent beginnt das Kirchenjahr.

Den Advent mitten im Alltag erinnern und feiern:

  • Wie ist es, der Adventszeit ihre eigene besondere Zeit zu lassen? Erst zum 1. Advent beginnen Sie, das Haus zu schmücken und die Adventsmusik zu spielen. Und auch wenn die Spekulatius und Dominosteine schon im September locken... einfach abwarten. Ein Versuch, ist es wert :0)

  • Der Adventskranz schmückt das Zuhause. Der Kranz wurde 1839 von dem Theologen Johann Hinrich Wichern in einem kirchlichen Waisenhaus in Hamburg erfunden. Die Kinder warteten so ungeduldig auf Weihnachten. So kam Wichern auf die Idee. Jeden Morgen entzündete er mit seinen Schützlingen eine Kerze an einem Adventskranz, der so groß wie ein Wagenrad war. Ursprünglich waren es nämlich vier dicke weiße Kerzen für die Sonntage und 19 kleine rote Kerzen für die Tage dazwischen. Heutige Adventskränze haben meist nur vier Sonntagskerzen. Schön sind sie immer noch. Das Tannengrün ist nicht nur Zierde. Das Grün ist auch ein Zeichen der Hoffnung.

  • Der Adventskalender versüßt die Wartezeit. Inzwischen gibt es sehr viele mit Schokolade gefüllte Kalender zu kaufen. Natürlich kann man einen Adventskalender auch selber basteln und mit selbstgebackenen Keksen, guten Wünschen oder Aufmerksamkeiten füllen. Den ersten Adventskalender mit Bildern soll es seit 1903 und den ersten mit Schokolade gefüllten Kalender soll es seit 1938 zu kaufen geben.

  • Mit einer Krippe erzählt man die biblische Familiengeschichte von Jesus von Anfang an anschaulich. Die Krippe kann man Zuhause aufbauen. Jeden Adventssonntag kommen mehr Figuren dazu. Das Jesus-Kind wird erst am Heiligen Abend feierlich in die Krippe gelegt.

  • Etwas unbekannter ist der Barbaratag am 4. Dezember. Der Brauch besagt, abgeschnittene Obstzweige in eine Vase zu stellen. Zu Weihnachten werden sie blühen. Hintergrund ist ein biblischer Text beim Evangelisten Lukas im 21. Kapitel: „Seht den Feigenbaum und alle Bäume an: Wenn sie jetzt ausschlagen und ihr seht es, so wisst ihr selber, dass jetzt der Sommer nahe ist. So auch ihr: wenn ihr seht, dass dies alles geschieht, so wisst ihr, dass das Reich Gottes nahe ist.“ (Lukas 21)

Nikolaus

Das steckt hinter Nikolaus

Am 6. Dezember erinnert man sich an den heiligen Nikolaus. Er lebte von 270 bis 327/343 n. C. in Myra, was in der heutigen Türkei liegt. Nikolaus war Bischof von Myra. Viele Geschichten ranken sich um Nikolaus. Nikolaus war für Erwachsene und Kinder gerne ein Helfer in Not. Er gab Reichtümer der Kirche ab, um Menschen zu retten oder Armut zu lindern. Das hat ihm ein hohes Ansehen beschert.

Nikolaus mitten im Alltag erinnern und feiern

  • Kinder stellen am Abend vor dem Nikolaustag ihre Schuhe vor die Tür. Ob sie am nächsten Morgen etwas darin finden? Ein Lied wie „Last uns froh und munter sein....“ ist gerade richtig zum Nikolaustag.
  • Man könnte den Kindern Nikolausgeschichten erzählen, zum Beispiel: Die Menschen in Myra hungerten. Es war furchtbar. Ein Glück sollten bald die Getreideschiffe kommen. Die Menschen warteten sehnsüchtig darauf. Doch als die Getreideschiffe endlich am Horizont auftauchten, kamen die Piraten. Sie forderten von den Bewohnern der Stadt Myra ein Schiff voller Gold für das Getreide. Die Leute opferten ihren letzten Schmuck. Doch er reichte nicht aus. Für jedes fehlende Pfund Gold forderten die Piraten jetzt ein Kind, um es als Sklave verkaufen zu können. Da übergab der Bischof den gesamten Kirchenschatz und rettete das ganze Volk. Oder:  In Myra lebte eine sehr arme Familie. Die Eltern und Kinder hungerten und sie froren. Warme Kleidung hatten sie nicht. Als Nikolaus von Myra davon erfuhr, sorgte er heimlich dafür, dass am Morgen ein Sack mit Essen und Kleidung vor der Tür stand. Nikolaus rettete die Familie aus ihrer Not.
  • Gemeinsam könnte man überlegen, wem der „Nikolaus“ wohl heute besonders helfen würde.

Weihnachten

Das steckt hinter Weihnachten

In alter deutscher Sprache ist die Bezeichnung „wîhe naht“ überliefert. Das meint „geweihte/heilige Nacht“. Daraus wurde „Weihnacht“.

In Deutschland ist es Tradition, den Geburtstag Jesu in der Heiligen Nacht, am 24. Dezember, zu feiern. Der 25. Dezember (1. Weihnachtstag) und der 26. Dezember (2. Weihnachtstag) sind Festtage und sind frei.

Wann Jesus wirklich geboren wurde, weiß man nicht genau. Erst im 4. Jahrhundert (336) wurde der 25. Dezember in Rom zum Geburtstag Jesu erklärt. Bis dahin begingen die Römer an dem Tag die Wintersonnenwende und feierten den Geburtstag ihres Sonnengottes. Durch die Christen hat der Tag eine neue Bedeutung erhalten.

In der Bibel, im Evangelium nach Lukas im 1. Kapitel, wird die Geburtsgeschichte von Jesus erzählt: Die Engel verkünden den Hirten, die auf den Feldern ihre Schafe hüten, die frohe Botschaft: „Gottes Sohn kommt zu euch auf die Welt. Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden.“

Was in Bethlehem geschah, war neu. Nicht als allmächtiger Herrscher, sondern als Baby/Mensch kommt Gott auf die Erde, um den Menschen nah zu sein und Frieden zu bringen und zum Frieden anzustiften.

Weihnachten erinnern und feiern:

  • Die biblische Weihnachts-Geschichte vor der Bescherung vorlesen.
  • Besuchen Sie einen Weihnachtsgottesdienst – ob Krippenspiel, Weihnachtspredigt oder die Mitternachtsmesse. Etwas, was Sie an Heilig Abend brauchen, ist dabei.
  • Haben Sie eine Krippe aufgebaut, so ist nun Zeit das Jesus-Kind nach dem Weihnachtsgottesdienst oder dem Lesen der biblischen Weihnachtsgeschichte am Heiligen Abend in die Krippe zu legen.
  • Singen von Weihnachtsliedern. Ob wohlklingend oder unfreiwillig mehrstimmig – egal. Es ist schön, zusammen am Tannenbaum zu singen.
  • Basteln von kleinen Geschenken. Es geht nicht um viel oder um teuer.
  • Sich daran erinnern: Weihnachten werden wir alle von Gott beschenkt: Gott kommt als Mensch in diese Welt, weil Gott die Menschen liebt!

Heilige Drei Könige

Das steckt hinter den „Drei Heiligen Königen“

Als der Stern über dem Stall in Bethlehem stand, führte er Männer von weit her zu Jesus. In der Bibel werden die „Heiligen Drei Könige“ als Sterndeuter bezeichnet. Es waren Sterndeuter aus dem Morgenland, die Geschenke mitbrachten: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Erst später deutete man sie als Könige, wobei man sich auf Psalm 72 bezog. Woher die Männer genau kamen und wie viele es waren, wird in der Bibel übrigens nicht gesagt.

Morgenland nennt man die Länder im Osten, weil dort am Morgen die Sonne aufgeht.

Um die Sterndeuter ranken sich von Anfang an viele Legenden. Seit dem 6. Jahrhundert werden die Männer als Caspar, Melchior und Balthasar bezeichnet.

Der „Dreikönigstag“ heißt in der Kirche auch „Epiphanias“. Das ist griechisch und bedeutet „Tag der Erscheinung“. Gemeint ist damit, dass Jesus in die Welt kam.

„Heilige Drei Könige“ erinnern und feiern:

  • Am 6. Januar ziehen Kinder - als Könige und Sternsinger verkleidet - von Haus zu Haus. Dieser Brauch ist in der katholischen Kirche verbreitet. Die „Könige“ sammeln Geld für Notleidende in aller Welt.
  • Zudem werden die Anfangsbuchstaben der drei Könige zwischen die Jahreszahlen (20C+M+B16) mit Kreide an die Türbalken geschrieben.  „C M B“ steht für: „Christus  mansionem benedicat“. Das ist lateinisch und bedeutet: „Christus segne das Haus und seine Bewohner.“
  • Viele lassen den Tannenbaum bis zum 6. Januar stehen. Der 6. Januar liegt meist im Übergang zwischen der festlichen Weihnachtszeit sowie dem Berufs- und Schulalltag. Zünden Sie ein letztes Mal die Kerzen am Tannenbaum an. Verabschieden Sie sich vom Weihnachtsfest. Tanken Sie Kraft und weihnachtliche Zuversicht für das kommende Jahr.

Passionszeit

Gerade haben wir die Geburt im Kirchenjahr gefeiert, da bedenken wir schon das Lebensende von Jesus.
Die Passionszeit beginnt! Sieben Wochen bis Ostern steht das Leben, das Leiden und die Hoffnung im Vordergrund.

Viele nutzen die Passionszeit als Fastenzeit.

Sie verzichten freiwillig auf etwas "7 Wochen ohne" oder sie verlagern den Focus des Lebens "7 Wochen mit.."

Die Fastenaktionen sind spirituelle Übung und alltagsnahe Religion.

Sie vergegenwärtigen, was der Mensch zum Leben wirklich braucht.

Karwoche - das steckt hinter der Karwoche

Die Karwoche umfasst Palmsonntag bis Karsamstag und beschreibt die letzten Tage Jesu in Jerusalem. Es ist eine Woche widersprüchlicher Ereignisse und Gefühle -  vom Jubel über Angst und Abschied bis zu Verrat und Tod.

Das „Kar“ ist auf das mittelalterliche „char" und “kara” für Trauer und Klage zurückzuführen. Die Karwoche wird auch „Stille Woche“ oder „Heilige Woche“ genannt.

Die Karwoche im Alltag erinnern

  • Die Karwoche kann ruhig und besinnlich begangen werden.
  • Die Karwoche bietet Gelegenheit, mit Kindern ins Gespräch zu kommen über Themen wie Leiden und Tod, über Hoffnung und Hoffnungsbilder. Auch ein Friedhofsbesuch passt in die Karwoche.
  • Um Kindern das Leiden und die Hoffnung anschaulich zu machen, kann man Weizenkörner oder Grassamen in die dunkle Erde säen. Nun einfach beobachten, wie aus dem Dunkel das Neue hervorbricht.
  • Die Karwoche steht noch ganz im Gedenken an den Leidensweg Jesu. Das auszuhalten ist gar nicht so einfach, doch wie erleichternd ist es dann, Ostern zu feiern. Das österliche Schmücken sollte daher erst in der Osternacht oder am Ostermorgen stattfinden. Es verwandelt sich etwas zum Wunderbaren

Palmsonntag - das steckt hinter dem Palmsonntag:

Am letzten Sonntag vor Ostern erinnern wir uns an den bejubelten Einzug Jesu in Jerusalem. Die Menschen legten für Jesus einen Weg mit Palmwedeln. Doch wir wissen, wie die Geschichte weiterging. Der Jubel verkehrt sich. Das Leiden und der Weg ans Kreuz sind unumkehrbar.

Palmsonntag erinnern und feiern:

  • Man kann sich die biblische Geschichte vom Einzug Jesu in Jerusalem (mit Kindern) in einer (Kinder-) Bibel anschauen.
  • Man kann Palmwedel zu einem Palmstock zusammenbinden.

Gründonnerstag - das steckt hinter Gründonnerstag:

„Grün" kommt wahrscheinlich von dem alten deutschen Wort „Greinen“, was „weinen" heißt. Traurig ist es zu wissen, dass es der letzte Abend Jesu ist. Die Bibel erzählt: Jesus kam mit seinen Jüngern zusammen und hat zum letzten Mal mit ihnen Brot und Wein/Traubensaft geteilt. Er hat das Abendmahl eingesetzt: Jesus nimmt Brot und Wein, dankt Gott dafür, segnet diese Gaben, teilt sie mit seinen Jüngern und spricht: Esst und trinkt. Das ist das Brot des Lebens und der Kelch des Heils - für euch gegeben. Wann immer ihr Brot und Wein in meinem Namen teilt und gemeinsam esst, bin ich bei euch mit meiner Liebe.

Abendmahl heißt Abendmahl, weil Jesus es am Abend einsetzte. Wir feiern es meistens am Morgen/Vormittag im Gottesdienst.

Gründonnerstag erinnern und feiern:

  • Erwachsene und Kinder können sich die biblische Geschichte vom Gründonnerstag in der Kinderbibel angucken.
  • Gründonnerstag sind in der Kirche Tische und Bänke aufgebaut. Die Gemeinde isst und trinkt gemeinsam. Es ist wie ein gemeinsames Abendbrot. Gleichzeitig erinnert man sich an Jesu letztes Mahl, teilt Fladenbrot miteinander und füllt aus einem Krug Wein/Traubensaft in Gläser/Becher.
  • Das gemeinsame Teilen und Erinnern kann man auch Zuhause feiern.
  • Es gibt auch den Brauch, am Gründonnerstag grüne Speisen zu essen, also z.B. grüne Kräutersauce oder –suppen, Spinat oder Grünkohl.

Karfreitag - das steckt hinter Karfreitag

Jesus stirbt am Kreuz.

Karfreitag erinnern und feiern:

  • Erwachsene und Kinder können mithilfe einer Kinderbibel den Weg Jesu bis zur Kreuzigung nachgehen. Man kann über die Gedanken und Gefühle, die der Leidensweg auslöst, sprechen.
  • Das Kreuz wird später zum Erkennungszeichen der Christen. Man kann sich mit dem Symbol beschäftigen und ein eigenes Kreuz malen oder basteln.
  • Karfreitag ist ein Tag der Stille.
  • Sogar der Frühjahrsdom in Hamburg ist darum am Karfreitag geschlossen.
  • Es ist üblich am Karfreitag, kein Fleisch zu essen, sondern Fisch. In der christlichen Tradition ist eigentlich jeder Freitag ein Gedenktag an Karfreitag. Früher war es deshalb üblich, freitags Fisch zu essen.
  • Im Karfreitagsgottesdienst kann man sich des Leidens Jesu vergegenwärtigen. Die Orgel schweigt am Ende. Es gilt die Zeit bis Ostern auszuhalten. Oft gilt es, Schmerz auszuhalten.
  • Gemeinsam kann man darüber nachdenken, worunter Menschen heute auf der Welt leiden.

Ostern

Das steckt hinter Ostern

Ostern ist das älteste und zentrale Fest der Christen: Christen feiern die Auferstehung Jesu Christi. Gott liebt das Leben. Der Tod behält nicht das letzte Wort. Daher ist Ostern ein Fest der Freude und der Hoffnung. Jeder Sonntag erinnert Christen an den Ostersonntag.

Der Termin für das Osterfest verändert sich jedes Jahr. Ostern wird jeweils am Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond gefeiert. Der früheste Termin ist daher der 22. März, der späteste Termin wäre der 25. April.

Als Osterbräuche haben sich viele Lebenssymbole durchgesetzt - wie zum Beispiel das Licht (jeden Morgen neu), das Ei (die Schale ist wie das verschlossene Grab, aber das Küken bricht es auf zum Leben) und der Hase (bringt im Frühling viele Jungen zur Welt)

Ostern erinnern und feiern:

  • Das Haus und ggf. den Garten/Balkon österlich schmücken.
  • Eine Osterkerze selbst gestalten und auf den Ostertisch stellen als Zeichen für „Jesus Christus ist das Licht der Welt. Wir müssen nicht in der Finsternis wandeln.“
  • Den Tisch mit Osterglocken schmücken. Sie blühen um die Osterzeit.
  • Die biblische Ostergeschichte mit Kindern zusammen lesen.
  • Einen Oster (Familien-)Gottesdienst besuchen.
  • Sich einfach über das Leben freuen und mit Familien und/oder Freunden einen schönen Tag verbringen.

Himmelfahrt

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Pfingsten

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Trinitatis

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Erntedankfest

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Reformationsfest

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Ewigkeitssonntag

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